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FW Bayern

Main Echo vom 7. Mai 2008

Kein CSU-Rat vertritt den Bürgermeister

Gemeinderat: Konsequenz aus Wahlniederlagen
Goldbach Glückwünsche für die neue Landrats-Stellvertreterin Andrea Lindholz (CSU), Hoffnung auf gute Zusammenarbeit im Gemeinderat: Harmonisch sollte die konstituierende Sitzung des Goldbacher Gemeinderats verlaufen, der faire Umgang und das kollegiale Miteinander dokumentiert werden. So erklärte es Bürgermeister Thomas Krimm (FWG) zu Beginn - und sah sich kurz danach dem klaren "Nein" der CSU-Fraktion gegenüber.
Eindeutiges Wahlergebnis Die Christsozialen, die bei der Bürgermeister- und Gemeinderatswahl eine Niederlage zu verkraften hatten, spielen nicht mehr mit: Wegen der "eindeutigen Ergebnisse" der Abstimmungen am 2. März stehe kein Mitglied ihrer Fraktion als Bürgermeister-Stellvertreter zur Verfügung, sagte die neue Fraktionsvorsitzende Birgit Bieber. Wolfgang Mauler (CSU), der diesen Posten bisher innehatte, kandidierte nicht mehr, weil er für diese Aufgabe als Chef des Hösbacher Ganztagsgymnasiums dafür keine Zeit mehr hat.

Weil sich die CSU auch von guten Worten aus den anderen Fraktionen nicht zur Mitarbeit an der Spitze des Gemeinderats überreden ließ, stellt jetzt die FWG mit Hinrich Hofer auch den weiteren Bürgermeister; als Stellvertreter Hofers fungiert künftig Karl-Heinz Öchsner (SPD), der mit Herbert Rettinger eine Zwei-Mann-Fraktion bildet.

Gerade mit der SPD zeigte der Gemeinderat, wie auch die "Kleinen" in die Arbeit eingebunden werden können: Damit die beiden Sozialdemokraten Fraktionsstatus bekommen, wurden die zehn Prozent des Gemeinderats, die eine Fraktion groß sein soll, von 2,4 auf 2 Mitglieder abgerundet. Und das rote Duo darf in allen Ausschüssen mitreden, obwohl es darin nach dem in Goldbach praktizierten d'Hondtschen Verfahren eigentlich nicht vertreten wäre. Die Freien Wähler geben den SPD-Kollegen jeweils einen ihrer Sitze ab, behalten mit dem Bürgermeister aber ihre Mehrheit in allen Gremien: Von den übrigen sieben Mitgliedern in den Ausschüssen kommen jetzt jeweils drei von den Freien Wählern und der CSU, einer von der SPD. Wolfgang Dreikorn

Erschienen im Main Echo Aschaffenburg am 7. Mai 2008


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